ARTIZAN





Mit ihrem Debüt „Curse of the Artizan“ landeten ARTIZAN vor zwei Jahren einen Überraschungserfolg und spielten sich quasi über Nacht in die Herzen aller  Metal-Fans. Nun hat man das zweite Album „Ancestral Energy“ fertig und setzt auch dort wieder auf eingängige, verspielte Stücke, welche auch schon auf dem Debütalbum so begeistert haben. Ich war gespannt auf den Mann hinter dieser erstklassigen Band und stellte daher Schlagzeuger Ty Tammeus sehr gerne ein paar Fragen. Dieser stellte sich als sehr angenehmer und sympathischer Gesprächspartner heraus, aber lest selbst.

J.P: Hallo Ty. Vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem neuen Album und zu euch selbst als Band beantwortest. Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor und gib uns einen kurzen Rückblick auf die Bandhistory.

T.T:  Ich haben ARTIZAN 2008 hier in Jacksonville, Florida gegründet. Shamus McConney (Gitarre)  war damals schon mit an Bord. Ein bisschen später fand ich dann unsere Bassisten Tom Braden über die Arbeit. Tom Braden kannte ich auch schon und ich wusste irgendwie immer, das er der perfekte Sänger für ARTIZAN ist. Ich hatte mit Tom schon bei einer anderen Progressive Metalband zusammengearbeitet, also konnte ich ganz einschätzen ob er geeignet war. Seine Stimme passt perfekt zu unsere Musik und ist mittlerweile das Markenzeichen von ARTIZAN.

J.P: Mit eurem Debütalbum „Curse of the Artizan“ habt ihr ja einen kleinen Überraschungserfolg gelandet. Seit ihr von dem Erfolg überrascht worden und was hat euch euer erstes Album bedeutet?

T.T: Wir sind wirklich sehr glücklich gewesen mit “Curse of the Artizan”. Die Hauptsache ist ja, das die Hörer einen Zugang zu unserer Musik bekommen – das Feedback war wirklich sehr gut, von Fans wie auch von der Presse. Eine Band zu gründen und ein Album wie dieses aufzunehmen war eine absolut neue Erfahrung für mich. Ich habe zuvor nie die Texte für die Songs geschrieben, es war also wirklich eine sehr persönliche Erfahrung für mich meine Gedanken und Emotionen zu teilen.
ARTIZAN hat etwas ganz eigenes, was auf dem neuen Album weiter entdeckt werden kann. Ich denke wir haben uns einen eigenen Sound und ein eigenes Image in der Szene geschaffen und ich denke wir waren damit erfolgreich. Also bin ich bis jetzt sehr zufrieden mit unserer Arbeit.

J.P: Im Vergleich zum Vorgängeralbum gibt es eine personelle Änderung. Ihr seid nur noch mit einem Gitarristen unterwegs, Steffen ist raus. Wie kam es zu diesem Wechsel, bzw. zu dieser Entscheidung?

T.T: Steffen hatte sich dazu entschieden zum Militär zu gehen. Er war der jüngste in der Band und war erst Vater geworden, er hatte also mehr Verpflichtungen. Wir wünschen ihm nur das Beste

J.P: Als personelles Highlight habt ihr einen großen Gast bei euch auf dem neuen Album. Matt Barlow ist zu hören. Wie kam es denn zu dieser Zusammenarbeit?

T.T: Während ich den Titeltrack geschrieben habe hat sich die ganze Story weiterentwickelt  und plötzlich war da dieser Mittelteil der perfekt dafür geeignet war einen Gastsänger zu integrieren. Der erste Sänger der mir dafür in den Sinn kam, war Matt Barlow. Ich schickte ihm also eine Anfrage um zu sehen ob er überhaupt Zeit hatte und ob er unsere Musik mochte. Ich bin schon sehr lange ein richtiger Matt Barlow Fan. Glücklicherweise kannten wir den Produzenten Jim Morris. Matt hat mit ihm öfters auf den ICED EARTH Alben gearbeitet und ich habe sehr oft in meiner 20jährigen Karriere mit Jim zusammen gearbeitet. Das half uns dabei uns Matt zu sichern, denn schließlich kennt er schon Jim's Aufnahmestudio. Zusätzlich mochte Matt aber auch unsere Musik und er meinte er würde sehr gerne mit uns zusammenarbeiten. Matt kam also ins Morrisound Studio nach Tampa, Florida um den Titeltrack “Ancestral Energy” aufzunehmen und er lieferte wirklich eine beeindruckende Performance ab! Es war eine Freude mit Matt zusammen zu arbeiten und ich denke das hört man auch. Ich liebe die Dynamik zwischen Tom's und Matt's Stimme und die Emotionen die sie in den Gesang gesteckt haben hört man absolut raus!

J.P: Wann habt ihr denn mit den Aufnahmen zu eurem neuen Album begonnen? Wie läuft das Songwriting bei euch denn so ab und wer ist daran beteiligt?

T.T: 2011 haben wir angefangen neues Material für das Album zu schreiben. Wir haben in zwei Blöcken das Ganze dann in den Morrisound Studios aufgenommen. Die erste Hälfte des Album wurde im August 2012 aufgenommen, der zweite Teil dann im März 2013. Wir haben einfach unsere Zeit benötigt um das Beste aus jedem Song rauszuholen. Unser Ziel war jeden Song zu gut zu machen wie es nur geht. Normalerweise läuft unser Songwriting Prozess so ab, Shamus oder ich haben eine Melodie im Kopf oder auf dem Piano verfasst, danach wird das Ganze in etwas fassbaren ausgearbeitet. Ich mag es wenn die Songs schön dicht sind und der Hörer immer was zu entdecken hat. Wir arbeiten so lange an den Songs, bis wir glauben das Beste aus ihm herausgeholt zu haben.

J.P: Wenn du jetzt mal das neue Album mit dem Vorgänger vergleichst, welche großen Unterschiede gibt es zwischen ihnen?

T.T: Das neue Album hat ein paar kürzerer Songs. Wir wollten das einmal ausprobieren. Ich denke die Leute mögen diese Art Songs mehr, also wenn die Songs über die gesamte Länge mehr auf den Punkt kommen. Aber wir haben immer noch ein paar Songs die wesentlich länger und komplexer sind, denn auch das erwarten die Fans von uns. Die Produktion ist ein bisschen besser und kräftiger. Das liegt mich Sicherheit daran das wir dieses Mal in den Morrisound Studios aufgenommen haben.

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Ancestral Energy“ ein. Für mich sind „I’am the Storm“, “The Guardian ”, “The Death of me” und “Ancestral Energy” die hervorstechenden Songs. Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

T.T: Alle Songs sind meine Favoriten, ha ha! Die die du ausgewählt hast, sind sicherlich die Fan Favoriten. Es ist interessant wenn ich sehe das jemand „I'am the Storm“ mag „The Raven Queen“ aber nicht. Und dann treffe ich jemanden der „The Raven Queen“ toll findet.
Ich denke wir haben wirklich für jeden Geschmack etwas auf unsererm neuen Album.
Entweder sind die Songs von alltäglichen Themen beeinflusst oder sind komplett Fantasy. „I'am the Storm“ handelt zum Beispiel von einer Person mit der ich mal zusammen gearbeitet habe und die seine Mitmenschen wie Dreck behandelt hat, „The Death of me“ handelt von meiner eigenen Überzeugung das wir niemals sterben werden, sondern als Energie weiter bestehen. Der Song „The Raven Queen“ handelt von allen bösen Frauen, hatten wir nicht alle schon mal schlimme Beziehungen? Jemanden der dich belogen hat und der dir das Herz rausgerissen hat? Ist Liebe nicht großartig...ha ha! Den Titeltrack zu interpretieren überlasse ich aber unseren Fans.

J.P: Was mir bei euren Alben aufgefallen ist, ihr habt es nicht so mit vollgepackten Alben oder? Bislang habt ihr immer weniger als, die „normalen“ 10 Lieder an Bord.

T.T: Ja, wie ich schon sagte wir nehmen uns wirklich Zeit für jedes Stück bis wir dann wirklich das Album zusammen haben was wir auch erwarten würden. Ich glaube wir werden nie ein Album machen mit mehr als sieben oder acht Songs.

J.P: Noch eine Frage zum Label, ihr seit ja beim deutschen Label Pure Steel Records unter Vertrag, wo ihr auch super hinpasst. Seit ihr zufrieden mit eurer Labelwahl und was macht diese Kooperation aus?

T.T: Pure Steel haben uns wirklich bislang super unterstützt. Bevor wir unser erstes Album veröffentlicht haben, hatten wir natürlich mit vielen Labels Kontakt. Pure Steel war aber das Label was sofort absolut begeistert war und meinte diese Jungs sind großartig! Ich wusste daher sofort das Pure Steel das richtige Label für uns ist. Der Labelchef Andreas Lorenz glaubt fest an unsere Musik und den Stil den wir spielen. Unser Management hat den Kontakt damals hergestellt und ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit von Pure Steel bis jetzt. Sie machen alles um sich selbst gut zu positionieren, was für uns natürlich gut ist, und sie wachsen sehr schnell!

J.P: Ty wie geht es denn jetzt genau bei dir und der Band weiter? Besteht vielleicht auch mal die Chance euch in Europa live zu sehen, geht ihr dort auf Tour?

T.T:  Wir arbeiten aktuell an einer Tour. Wenn unsere Fans uns irgendwo sehen wollen ist es hilfreich wenn sie uns das auf unserer Facebook Page (www.facebook.com/artizanmetal) mitteilen,

J.P: Vielen Dank Ty für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interviews! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir. 
  
T.T: Vielen Dank das ihr uns so unterstützt! Wir sind nichts ohne die Fans und wir sind sehr glücklich über jeden Fan der unsere Musik hört und unsere Botschaft weiterträgt.


Julian



English Version

J.P: Hi Ty it’s me Julian from Rock-Garage.com is speaking. Thank you that you answer me a few questions about your new album and ARTIZAN itself.
For those people who didn’t know you and your band, can you please say something about you and the bandhistory?

T.T: I founded ARTIZAN in 2008 here in Jacksonville, Florida.  Shamus McConney is our original rhythm guitarist. He joined me in mid 2008 to start writing heavy metal songs with a strong emphasis on melodies. Later that year I discovered our bassist Jon Jennings through a work related transaction. I always knew that Tom Braden would be the perfect singer for ARTIZAN. I worked with Tom many years ago in another progressive metal band so I knew what he was capable of. His voice is perfect for our style of music, singing with such strength and clarity. He is the trademark sound for ARTIZAN.

J.P: Your first record „Curse of the Artizan“ was a big surprise in the metal world. Would you be impressed of the success? What means the first record to you?

T.T:  We were very happy with the quality of” Curse of the Artizan”. We were eager to know how people felt about the songs and how the music would affect them. A majority of the listeners found a connection with our music- the feedback was very good from new fans and music reviews. Making a new band and recording an album like that was new territory for me. I had never written lyrics before, so it was a very personal experience to share my thoughts and emotions. It was a great release for me to finally complete a project like that.
The Artizan is such a unique character that has now developed even more on the new album “Ancestral Energy”.  We strive to have our own sound and unique image in the metal community. I think we have achieved that, so I am more than pleased with our work so far.

J.P: Let us look on the personal things. 
You have only one guitarist in the band, Steffen is out. How did this happened, why did you make this decision?

T.T:  Steffen decided to join the military. He was the youngest person in the band with a new son and many new responsibilities. We wish him the best.

J.P: You have a personal Highlight and a special guest on your new record. Matt Barlow will join you on one song. How did you get contact with him and how did the cooperation works?

T.T:  While I was writing the title track, the story just kept evolving, and before I knew it we had this middle section that would be perfect to have a guest singer perform. The first person that came to mind was Matt Barlow so I sent him a message to see if he would be available, and if he even liked our music. I have been a fan of Matt Barlow for many years. We had something very special in common knowing producer Jim Morris. Matt had worked with Jim many times on the ICED EARTH albums, and I have worked with Jim several times over the last 20 years on different projects. This helped us secure Matt for the performance since he is very comfortable working at Jim’s studio. But also, Matt said that he liked our music and the stories within it so he said he would like to work with us! Matt joined us at Morrisound Studios in Tampa, Fl for the recording of the title track “Ancestral Energy” delivering an incredible performance. Matt was pleasure to work with and everyone seems to agree that he did a fantastic job. I love the dynamics between his and Tom’s voice on that song! There is a lot of emotion- you can feel eat.

J.P: When did you start the recording sessions of your new record “Ancestral Energy”? How did the songwriting process works in your band? Who was involved?

T.T:  We started writing new material for the new album in 2011. We actually recorded in two separate phases at Morrisound Studios. Half of the album was recorded in August 2012 and the other half was recorded in March of 2013. We take our time with the entire process focusing on every song as much as the others. Our goal is to make every song very strong. Typically, the writing process goes like this: myself or Shamus will have a melody line either vocally or on the piano, or a giutar riff that we start with, which then evolves and develops into something more substantial. We focus on dynamics for each song- a buiding of the music. I like to have interesting crescendos within each song- peaks and valleys for the listener to travel through, ultimately building for a climactic ending. We don’t consider a song completed until we believe we have acheived that.

J.P: If you match your first record with your actually record, what do you think are the main differences?

T.T:  The new album has a few shorter songs. We did make a conscious effort to try this for the new release. People seem to appreciate shorter, more to the point songs over the course of the full album. But we still have a few that are longer, more complex songs for the fans that want that. The production is a little bigger, tighter and more focused than the first album since we recorded the new one at Morrisound Studios.

J.P: 
Let us look at the songs of „Ancestral Energy“. For me „I’am the Storm“, “The Guardian”, “The Death of me” und “Ancestral Energy”  are the best songs. Can you tell us something about these songs? Are these also your favorite songs on the album? I think the whole record is very strong!

T.T:  They are all my favorites! Haha! Yes, those that you pointed out are some of the fan favorites, too. It is interesting because I will see someone that loves „I am the Storm“ but doesnt like „The Raven Queen“ so much. And then I see someone that has „The Raven Queen“ as their favorite on the album. We really have something for everyone. All of the songs are either inspired by actual life experineces that I have had or complete fantasy. I can tell you that „I am the Storm“ is based on someone that I once worked with who treated people like shit. „The Death of Me“ is my own belief , or really hope, that we are energy forever, never dying. „The Raven Queen“ is inspired by an evil woman I once knew. Haven’t we all had a bad relationship? Been with someone who lied, deceived, tore our heart out? Isn’t love great?! Ha-ha!  I will leave the title track up to the interpretation of the listeners.

J.P: When I’am looking at your two records I noticed that you didn’t care about the “normal” 10 songs at records. Till now you have 7 or 8 songs on your records. Is this your purpose?

T.T:  Yes, as I was saying, we really take time with each song, striving to have an album with quality over quantity.  I wouldn’t expect us to make albums with more than 7-8 songs.

J.P: 
A question to the label situation. You are under contract by Pure Steel Records an established label in Germany. How satisfied are you with your label choice? How did the contact works?

T.T:  Pure Steel has been very supportive of ARTIZAN. If fact, when we were first getting in touch with so many record labels before the first album was released, Pure Steel was the one label that immediately said ‘WOW! These guys are great! We love it!” so I knew right away that Pure Steel would probably be the label for us. The label owner, Andreas Lorenz, really appreciates our music and the style that we have created. Our management got us in contact with them and I have been very satisfied with Pure Steel. They are doing all of the right things to establish themselves and they are growing!

J.P: So what comes next for ARTIZAN? Did we have the chance to see you live in Europe?

T.T: We are working on tours right now. If the fans want to see us it is always helpful to hear from them on our official facebook page: https://www.facebook.com/artizanmetal

J.P: 
Thank you Ty for your time, and for the interesting answers! I wish you all the best for the futurethe last words, of course are yours.

T.T:  Thank you for the support of ARTIZAN! We are nothing without the fans, and we appreciate everyone that listens to the music and spreads the word.


Julian

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