MESSENGER


Spätestens seit ihrem letzten Album „See you in Hell“ muss man die Heavy Metaller von MESSENGER aus dem Saarland auf dem Zettel haben. Das Album bekam recht ordentlich Kritiken von Fans und Presse und die Jungs wurden zu Recht als eine der großen deutschen Nachwuchshoffnungen aus Deutschland für den traditionellen Metalbereich bezeichnet. Nun hat man ein neues Konzeptalbum im Gepäck und dies war natürlich Grund genug dem Sänger Siggi ein paar Fragen zu stellen.

J.P: Hallo Siggi. Vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem neuen Album und zu euch selbst als Band beantwortest. Da es bestimmt noch einige Leute gibt die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band doch einfach mal kurz vor und gib uns einen kurzen Überblick über eure Bandgeschichte?

S.S: Für dieses Album schlüpfen wir alle in die Rollen von Romanfiguren, die uns der deutsche  Autor Victor L. Pax in Kooperation mit uns auf den Leib geschneidert hat. Das Konzept der neuen Scheibe „Starwolf-Pt.1 The MessengeRs“ entstammt dem bald erscheinenden Roman „Sternenwolf – die Botschafter“. Ich bin Francis Blake, seines Zeichens geisteskranker Poet, dann hätten wir den Pyromanen und ehemaligen General Pyro Jack, den Archäologen Chainmaster, den verrücken Wissenschaftler Dr. Strauss und den Kampfkunst-Spezialisten Merlin. Wir sind Weltraumpiraten auf der ständigen Suche nach wertvollen Klonsklaven und auf der Fluch vor der allgegenwärtigen Ethik-Inquisition.

J.P: Bevor wir auf das aktuelle Album zu sprechen kommen, nochmal kurz zu eurem letzten Album. Das Album hat ja recht ordentlich Kritiken erhalten und ihr konntet euch damit bei vielen Fans platzieren. Hat euch der Erfolg überrascht und mit welchen Erwartungen seit ihr dann ans neue Album heran gegangen?

S.S: Wir hatten mit der SYIH das Anliegen, unsere Fans für die lange Wartezeit zu belohnen, indem wir eine CD veröffentlichten, für deren technische Umsetzung wir sogar mit dem Presswerk und dem Label feilschen mußten, da sie starke Überlänge hat in der Digipak-Version. Alle Spielarten von MESSENGER sind darauf vertreten, von Epischen Balladen, Powermetal und sogar Songs mit Shoutings. Die Resonanzen waren überwältigend und die Fans sind uns bis heute dankbar für diese Songs.
Daher haben wir auch beschlossen, ihnen weiterhin Abwechslung zu bieten, diesmal aber mit einem geschlossen klingenden Werk, das ein neues Kapitel in der Bandgeschichte eröffnet hat: STARWOLF

J.P: Das neue Album ist ja ein Konzeptalbum geworden, wer hatte den die Idee dazu? Die Vorlage dazu ist ein Roman, der eigens für euch geschrieben wurde, erzähl uns doch mal ein bisschen darüber bzw. wie denn das alles ins Rollen kam und wie ihr zu der Ehre kamt das extra ein Roman dafür geschrieben wurde?

S.S: Ich hatte zufälligerweise einen ehemaligen Kommilitonen aus meiner früheren Universitäts-Zeit gefunden, mit dem ich seinerzeit regelmäßig die Philosophie-Vorlesungen auseinandergenommen habe, da wir beide recht extreme technokratische Ansichten vertreten und das in einem eher alternativ geprägten Saarbrücken zum damaligen Zeitpunkt ziemlich außergewöhnlich war. Der Victor ist Schriftsteller geworden, und da er unsere Musik interessant fand, generell auch die Metal-Szene, sind wir auf diese Idee des Konzeptes mit den Bandmitgliedern gekommen, vor allen Dingen, nachdem ich ihm von den Erlebnissen auf unserer letzten Europa-Tournee erzählt hatte. Er fand das – als außenstehender Klassik-Fan – so belustigend und faszinierend, daß es ihn wohl inspiriert haben muß und er mich irgendwann mit konkreten Vorschlägen kontaktiert hat.

J.P: Sehr interessant fand ich auch, dass ich ihr euch mal flugs für das neue Album umbenannt habt? Wer kam denn auf die Idee mit den neuen Namen und dem ganzen Drum Herum? Gehörte das für euch einfach zum stimmigen Gesamtkonzept?

S.S: Klar, wie ich eingangs auch erwähnt habe ;-)

J.P: Das Cover ist auch super gelungen und passt natürlich sehr schön zu Thema! Auch die Songs (das Cover „Port Royal“ z.B.) lassen teilweise die Vermutung zu, das ihr euch ganz schön von den Urvätern des Pirate Metal's RUNNING WILD inspirieren habt lassen, ist das richtig? Sind ja nicht die schlechtesten Vorbilder.

S.S: In erster Linie haben wir „Port Royal“ und „Blackbone“ Song deswegen genommen, um einen Bezug zur Piraten-Thematik herzustellen, da wir ja auch Freibeuter darstellen, allerdings im Sci-Fi-Gewand. Außerdem lieben wir diese Bands und wir haben die große Ehre mit beiden die Bühne geteilt  haben zu dürfen.

J.P: Mit Ralf Scheepers, Preacher und Jutta Weinhold habt ihr drei klasse Gäste auf dem Album, wie kam es denn zu der Zusammenarbeit und wie lief die so ab?

S.S: Wir haben alle drei auf verschiedenen Festivals kennengelernt und mit ihnen auch persönlich über unsere Pläne gesprochen, was für uns sehr wichtig ist, da wir uns nicht einfach nur mit klingenden Namen schmücken wollten, ohne einen realen Bezug zu haben. Die Zusammenarbeit war galaktisch und genial, und natürlich wurde sie mit modernsten Mitteln bewerkstelligt. Es war eine Kooperation von mehreren Studios: Vocal Works, Empire-Studios, Vocal-Lessons und die Nothung-Studios waren auch an Bord, das war etwas kompliziert zu koordinieren, aber für das Ergebnis hat es sich wirklich gelohnt.

J.P: Von wann bis wann habt ihr das Album denn aufgenommen? So viel Zeit zwischen dem letzten Album ist ja jetzt nicht vergangen und ihr habt doch mit Sicherheit auch live gespielt oder?

S.S: Diesmal waren wir schneller mit den Aufnahmen, wir versuchen auch, unser Tempo weiter zu steigern, aber lieber lassen wir uns Zeit und liefern Qualität statt Masse. Fast alle von uns haben ein eigenes Studio zuhause, daher können wir flexibel und entspannt arbeiten. Die Live-Gigs stehen dem in keinster Weise im Weg.

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Starwolf – Pt I: The Messengers“ ein. Für mich sind „The Spectre“, „Salvation“, “Port Royal”, “Earth, Water and Power” und “Reign of the Righteous“” die hervorstechenden Songs. Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

S.S: „The Spectre“ beginnt mit einer Anlehnung an das Kommunistische Manifest von Marx und Engels („A Spectre is haunting the Galaxy“), Ein Gespenst geht um in der Galaxis… Aber keine Angst, wir sind keine politische Band und werden auch niemals eine sein. Das gehört einfach zur Story und soll zeigen, daß es bei dem Anliegen von Kapitän Wolf „Starwolf“ Morgan um mehr geht, als nur um Rache, nämlich die Vision eines Paradises, von dem auch der Titel „Salvation“ erzählt, diesmal aus der Sicht einer fiktiven Studentenrevolution in der Zukunft, in der die Menschen gegen einen repressiven Ethik-Orden kämpfen, der alle Bereiche des Lebens zu bestimmen versucht und auch eine eigene Inquisition vorweisen kann. Die Piraten haben übrigens einen eigenen Weltraumhafen in einem Asteroiden-Cluster, der nennt sich „New Port Royal“, so daß es einfach auf der Hand lag, diesen Titel zu covern. „Earth, Water and Power“ ist die Geschichte unseres Kampfkünstlers und Navigators Merlin, der seine übermenschlichen Fähigkeiten durch den Aufenthalt und Training bei Oktopoden gelernt hat. „Reign oft he Righteous handelt von den Rachegelüsten unseres rothaarigen Flammenwerfers Pyro Jack, der eine ganze Inquisitions-Abteilung getötet hat, weil er sich geweigert hatte, in deren Namen Klonsklaven zu vernichten.

J.P: Eine Frage noch zum Albumtitel. Diesen könnte man so deuten das es noch mehrere Teile dieser Geschichte geben wird. Gehe ich da richtig in der Annahme? Können wir uns darauf freuen?

S.S: Wir sprechen nicht über ungelegte Eier, der Titel spricht tatsächlich davon, aber zunächst legen wir unser Augenmerk auf die aktuelle CD. Wir arbeiten tatsächlich bereits am Nachfolger, aber das ist alles noch sehr geheim und noch nicht für die Öffentlichkeit. ;-)

J.P: Siggi wie geht es denn jetzt genau bei dir und der Band weiter? Wird es eine Tour geben?

S.S: wir haben bereits einige Festivals geplant und es kommen ständig neue Anfragen herein. Auch einige Tourangebote hatten wir bereits, aber nichts was den Fans eine anständige MESSENGER-Show gewährleisten könnte. Daher sind wir noch am Verhandelt. Laßt Euch überraschen!

J.P: Vielen Dank Siggi für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

S.S: Julian, wir haben zu danken für Deine interessanten Fragen und Deine aufmerksame Recherche. Deine Leser werden es zu schätzen wissen und wir hoffen, daß wir Euch da draußen künftig sehen werden, wenn wir die Bühnen entern im Namen des STARWOLFS


Julian

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